These days

Ja solche Tage, wie wir sie hinter uns haben, lassen einen realisieren, wie easy eigentlich der normale Alltag ist, auch wenn dieser sich oftmals sehr anstrengend anfühlt.

Von vorne:

Vorletztes Wochenende haben ich mir vorgenommen einen Abstillversuch mit Juna zu starten. Wie ihre große Schwester damals, ist das kleine Löwenmädchen noch nicht so überzeugt von fester Kost, lieber trinkt sie noch schön gemütlich Muttermilch. Ich finde das mittlerweile nicht mehr soo gemütlich und will die Stillfrequenz deutlich reduzieren. Also Plan: Vorerst wird tagsüber nicht mehr gestillt und als Folge davon hat Juna hoffentlich richtig Lust und Hunger auf unser Essen. Samstags ging der Plan auch einigermaßen auf, die kleine Maus hat mal richtig Mittag gegessen und auch ansonsten klappte es ganz gut nicht zu stillen. Sonntag schien sie dann den Zusammenhang essen = nicht mehr stillen begriffen zu haben und hat folglich so gut wie nichts gegessen und ihren ganzen Hunger Sonntagnacht ausgiebig an mir gestillt.

Gleichzeitig war Amelie samstags schon irgendwie nicht gut drauf. Sonntag ist sie dann freiwillig den ganzen Tag im Bett geblieben, weil es ihr nicht gut ging, es war ihr wohl den ganzen Tag übel. Sie hatte sich vermutlich bei einer Kindergartenfreundin mit einem Magen Darm Virus angesteckt. Montag ging es ihr wieder gut, trotzdem ist sie natürlich zur vollständigen Genesung zuhause geblieben.

Juna mochte in dieser Zeit trotzdem ich sie nur 1x/Tag gestillt habe nichts essen und hat dafür eben die Nächte genutzt. *Monstergähn*

Amelie war dann wieder fit und ist Dienstag wieder ins Kinderhaus gegangen. Aber der Frieden währte nicht lange, denn Dienstagnacht durften wir dann Juna wickeln und nachts zwischen 3 und 5 Uhr zweimal das Bett neubeziehen. Mittwoch also quengelige, kranke Juna. Zum Glück konnte Thomas wegen eines bayrischen Feiertages früher Schluss machen und den Nachmittag mit Amelie verbringen. Das Projekt Abstillen war hier übrigens erstmal auf Eis gelegt, geht ja schlecht mit krankem Kind.

Donnerstag war dann zum Glück erstmal alles wieder normal. Freitagmorgen dann fühlte sich Juna warm an, Kontrolle mit dem Fieberthermometer ergab dann 38,8. Später dann 39,4. Und so blieb es dann das ganze Wochenende, Juna hat die Außentemperatur von über 35 C, mit ihren 39 - 40C locker getoppt und ich hatte das Gefühl in einer Sauna zu schlafen, in den paar wenigen Stunden, die wir zwischen weinen und wach sein überhaupt geschlafen haben. Auch tagsüber ging es ihr sehr schlecht und sie hat sehr viel geweint. Pausen verschaffte uns da nur kurzzeitig Ibuprofenzäpfchen.

Montag war dann das Fieber zum Glück runter, Junas Laune leider auch und meine Nerven nicht mehr vorhanden. Nach einer Woche, die ich fast ausschließlich drinnen bei einem kranken Kind verbracht habe, während es draußen endlich mal Sommer ist, in der ich so wenig wie selten geschlafen habe und in der meine Ohren dauervollgeheult wurden, konnte ich ienfach nicht mehr.

Zum Glück ist dann mein wundervollwunderbarer Mann mittags nach Hause gekommen, hat Juna übernommen, ist doch noch mit ihr zum Kinderarzt gefahren, um auszuschließen, dass ihr noch irgend etwas weh tut (z.B. der Hals). Ich habe mir mit Amelie in der Eisdiele und auf dem Spielplatz einen schönen Nachmittag gemacht. Dabei waren noch zwei weitere Mütter und deren Kinder aus dem Kinderhaus, so dass ich auch endlich mal wieder mit Erwachsenen ein Gespräch führen konnte! Die folgende Nacht war dann auch endlich mal viel besser, Juna ist nur 4-5x zum Stillen aufgewacht und war dazwischen nicht wach und hat auch nicht rumgeweint, wie erholsam!

Gestern war dann soweit auch alles okay, nur nachmittags so gegen halb fünf ist Juna als sie mit Amelie auf dem Sofa eigentlich saß, aber dann wohl doch turnte, mit dem Oberkiefer volle Kanne auf unseren Couchtisch (aus Holz) geknallt. Sie hat natürlich doll geweint, schlimmer fand ich allerdings das viele Blut, das aus ihrem Mund floss und vor allem rund um die oberen Schneidezähne. Beunruhigt durch die Warnung, dass bei so einem Sturz die Milchzähne in den Kiefer zurück geschoben werden können und dann operativ herausgeholt werden müssen, habe ich Thomas angerufen und wir haben uns beraten. Wir beschlossen, dass ich zu dem Kinderzahnarzt um die Ecke gehen soll und die einmal draufschauen sollen, Amelie habe ich so lange in die Obhut unserer super netten Nachbarin gegeben. Zum Glück kam ich beim Arzt gleich dran und Juna hat sich nur das Lippenbändchen und Zahnfleisch verletzt, Zähne sind in Ordnung.

Zum verliefen die restlichen Tage dieser Woche ganz ohne besondere Vorkommnisse und ich hoffe, dass bleibt nun auch so!

Danke an alle, die uns gute Besserungswünsche zukommen haben lassen oder sich einfach mal erkundigt haben.

Dir lieber Thomas ein riesengroßes Danke, dass du einfach deine Arbeit in die späten Abendstunden verschoben hast, um zuhause sein zu können und danke für all dein Verständnis und deine Unterstützung. Danke, dass wir hier wirklich alles zu zweit machen und zwar insbesondere dann, wenn es schwierig ist! Ich liebe dich!

Einen Kommentar schreiben: