Do not try this at home

melanie am 10. January 2012 um 10:12 am

Wenn man während des Morgenschlafes des jüngsten Kindes schon fast alles fertig aufgeräumt und zusammengepackt hat und sich nur noch schnell die Kontaktlinsen einsetzen will, dabei nicht so genau darauf achtet, welche Flasche mit Flüssigkeit man zum Abspülen der Linsen in der Hand hat, allerdings in dem Moment in dem die Linse das Auge berührt sofort weiß, es war nicht die Kochsalz- sondern die Peroxidlösung, dann tut das so weh, dass man sogar am Abend noch was davon hat und am nächsten Tag immer noch aussieht als hätte man stundenlang durchgeheult, zumindest mit einem Auge.

Weihnachtsimpressionen 2011

thomas am 27. December 2011 um 5:42 pm

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Besser geht´s (fast) nicht

melanie am 24. November 2011 um 8:49 pm

Nach nun schon knapp vier Monaten des Kennenlernens, fehlt hier noch Junas Geburtsgeschichte, deshalb:

Es ist Sonntag, der 24.07.11 und noch 19 Tage bis zum errechneten Entbindungstermin. Nach dem obligatorischen Pfannkuchenfrühstück haben wir Karo verabschiedet, die uns die letzten paar Tage besucht hat. Dabei hat sie unter anderem den Himmel für das Babybett genäht. Thomas und ich haben den Tag dann noch zum räumen genutzt und Amelie hat sehr schön gespielt. Am späten Nachmittag bemerke ich eine Veränderung am Muttermund und teile dies Thomas mit. Er fragt, wie lange es denn nun noch bis zur Geburt dauern könne, ich antworte ihm, dass es 16 Stunden (wie bei Amelies Geburt) oder auch noch 14 Tage dauern kann. :-)

Montag, 25.07.11. Ich wache sehr erholt und voller Energie auf, das gab es in den letzten Wochen nicht mehr. Ich nutze den Vormittag um durch die Wohnung zu wirbeln und noch dieses und jenes aufzuräumen. Außerdem melde ich mich bei Katja, einer meiner Hebammen, die ab diesem Tag wieder aus dem Urlaub zurück ist. Am Nachmittag schwinge ich mich bepackt mit einer schweren Tasche voller Bücher auf´s Fahrrad und hole Amelie ab. Wir fahren in die Bücherhalle und verbringen dort einen netten Nachmittag.

Dienstag, 26.07.11. Wieder wache ich voller Energie auf, ich hatte schon tags zuvor beschlossen, heute morgen zum Schwangerenschwimmen ins Holthusenbad zu gehen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen dies viel öfter zu tun während meines Mutterschutzes nur irgendwie hat es nie geklappt. Ich wünsche mir ja für diese Entbindung eine Wassergeburt.

Nach dem Schwimmen treffe ich auf dem Weg zum Mittagessen Hannes und wir verabreden uns für den Nachmittag zum Eisessen und Spielplatz mit den beiden Kids. Gleicher Ablauf wie am Montag, mit dem Fahrrad samt Anhänger hole ich Amelie ab, wir treffen Hannes und Luis, schlecken zuerst Eis in der Eiszeit und spielen dann auf dem sehr gut besuchten Goldbekspielplatz. Kurz vor der Abendbrotzeit fahren wir alle nach Hause, zur Verabschiedung sage ich noch, wenn wir dann nicht schon zu viert sind, können wir uns ja am Samstag im Garten treffen.

Mittwoch 27.07.11 Um ca. 04:15 Uhr wache ich auf, ich habe Bauchschmerzen und schiebe das auf die träge Verdauung. Wie alle, die schon einmal schwanger waren, bestimmt bestätigen können, ist man erstmal wach, dann muss man auch aufs Klo. Ich stehe also auf und in diesem Moment platzt die Fruchtblase. Zu spüren ist nur, dass mir etwas die Beine hinunterläuft. Selbst in diesem Moment, als Zweitgebärende (mit dem gleichen Geburtsbeginn wie bei Amelie), bin ich mir noch nicht sicher, dass es nun tatsächlich losgeht. Ich verfolge also den ursprünglichen “Plan” und gehe ins Bad, beobachte ob die “Bauchschmerzen” wiederkommen. Und das tun sie. Nach einigen Minuten beschließe ich, das sind Wehen. Ich ziehe mich an und rufe um 04:43 Uhr die Funknummer meiner Beleghebammen an. Während ich auf den Rückruf warte, informiere ich Thomas, der bei Amelie geschlafen hat. Er hat mich bereits gehört und war schon wach.

Um 04:47 Uhr ruft Delia zurück. Sie lässt sich von mir beschreiben, was los ist und fragt mich, was ich tun möchte. Ich sage, ich wisse es auch nicht und vielleicht sollte ich nochmals zuhause kurz warten, wie die Wehen sich entwickeln. Sie schlägt vor direkt loszufahren und sie im Krankenhaus zu treffen.

Thomas hat sich währenddessen auch angezogen und bei den Nachbarn geklingelt, denn wir dürfen ihr Auto ausleihen und Daniela wird solange auf die schlafende Amelie aufpassen bis unsere Storchenbabysitterin Sarah eingetroffen ist. Die rufe ich nach dem Gespräch mit Delia selbst noch an und sage nur, es ist soweit.

Thomas ist losgelaufen, um das Auto zu holen, zuvor habe ich überprüft, ob wir alles dabei haben und den Mutterpass noch in die Kliniktasche gepackt.

Ich warte unten vor der Tür auf Thomas mit dem Auto. Die Wehen kommen regelmäßig in ca. 5min Abständen, sind aber sehr gut auszuhalten und zu veratmen. Instinktiv bewege ich zur Wehenbearbeitung das Becken hin und her. Vor der Türe denke ich, was für ein schöner, warmer Tag, ein toller Tag zum geboren werden. Es ist ca. 5 Uhr.
Ich muss nur kurz warten, dann ist Thomas schon da, an seinem noch schnellem Atem erkenne ich, dass er zum Auto gejoggt ist. Anfangs hören wir noch kurz dem Autoradio zu, dann stecke ich mir die Kopfhörer ins Ohr und höre, wie schon vor gut drei Jahren, Meditationsmusik. Ich höre aber immer nur das gleiche Lied und beginne mitzusingen, wenn die Wehen zu stark werden, veratme ich sie zwischen dem Singen.

Wir fahren in den schon hellen Morgen und um uns herum erwacht langsam die Stadt, auf den Straßen ist aber noch sehr wenig Betrieb. Um 05:20 Uhr kommen wir in Henstedt - Ulzburg an, parken auf dem Storchenparkplatz und sagen bei der Anmeldung nur “wir sind zur Geburt hier”. Da wir wissen, wo es zum Kreissaal geht, gehen wir gleich weiter. Um 05:25 Uhr sind wir im Kreissaal, Delia ist auch schon da.

Hier mal ein ganz kurzer Rückblick: So viel anders war die Situation bei Amelies Geburt, schon vor der Autofahrt hatte ich sehr kräftige Wehen, ich kam schreiend vor Schmerz in der Klinik an und wurde auf dem Weg in den Kreissaal gestützt. Ansprechbar war ich kaum noch, ich war richtig in Trance.

Heute ist alles viel erträglicher, ich habe das Gefühl die Wehen gut beatmen zu können, ich bin ganz klar.

Im Kreissaal ist das Wasser in der Gebärwanne bereits eingelassen, Delia legt mir lediglich den CTG - Gurt an und um 05:30 Uhr steige ich in die Wanne. Das warme Wasser ist angenehm und tut gut. die Wehenabstände verringern sich auf 2-3min und die Wehen werden stärker. Der Schmerz ist hauptsächlich im unteren Rücken zu spüren. Noch immer kann ich die Wehen gut beatmen, klar tut es trotzdem ordentlich weh, aber ich merke, wie die Atmung hilft. Im Wasser wechsel ich häufig die Positionen und immer bewege ich das Becken hin und her. Ich bitte Thomas zwischendurch mir etwas zu trinken zu geben und ich esse sogar ein paar Bissen eines Kraftriegels. Thomas sitzt neben der Wanne. Delia hält sich sehr im Hintergrund.

Als der Schmerz noch stärker wird, weise ich Thomas an seine Hand auf meinen Rücken zu legen. Zumeist bin ich im Vierfüßlerstand in der Wanne oder hocke halb. Ab ca. 6 Uhr wird der Druck des Babies nach unten stärker, ich atme weiterhin viel und höre mich wahrscheinlich an, wie eine Dampflok. Jetzt ist es anstrengend, aber trotzdem noch auszuhalten.

Ich jammere einmal, dass es so wehtut. Nach ein paar weiteren Wehen sage, ich hätte nun keine Lust mehr. Delia bietet mir einen Positionswechsel an, sie hat ein gerolltes Handtuch um einen der Wasserhähne gelegt, daran kann ich mich festhalten. Ich brauche einen Moment, bis ich eine passende Position gefunden habe. Ich merke nun, dass ich jetzt pressen muss, wenn ich will, dass das Baby bald kommt.

Dieses Gefühl ist fast unbeschreiblich, ich denke ich will nicht in den Schmerz arbeiten und spüre doch sehr deutlich, wie hilfreich das pressen ist. Ich kann spüren, wie das Kind in mir noch tiefer rutscht, ich kann spüren, dass es jetzt gleich kommt. Ich schreie laut auf und da ist der Kopf schon da, es dauert ein paaar Sekunden und die nächste Wehe kommt, ich presse mit und spüre ganz genau, wie das Baby ganz aus mir herausgleitet. Es ist 06:34 Uhr, Juna ist da! Eine Minute zuvor geht Delia zur Tür, um der diensthabenden Ärztin Bescheid zu sagen, da im Moment der Geburt eine Ärztin anwesend sein muss, genau in diesem Moment schlüpft Juna und ich höre Delia sagen: “Oh ist schon da!”
Ich nehme sie hoch auf meine Brust und lege mich mit ihr bequem in die Wanne. Thomas und ich begrüßen unsere zweite Tochter. Juna ist ganz ruhig und guckt uns nur mit großen Augen an. Ihr Blick sagt, ich komme von weit her und habe schon viel erlebt. Noch im Wasser hört Delia sie kurz ab, alles okay. Juna bekommt ein Handtuch übergelegt, noch immer begrüßen wir sie und sagen ihren Namen. Die Nabelschnur pulsiert schnell aus und Juna wird immer noch im Wasser, abgenabelt.

Um 7 Uhr steige ich aus der Wanne, Juna ist auf Thomas Arm. Nun kommt der Grund für das “fast” im Titel. Leider hat sich die Plazenta immer noch nicht blicken lassen. Bei Amelies Geburt wurde die Plazenta exakt 2 (!!) Minuten nach ihr geboren. Unangenehm ist, dass ich immer noch Wehen habe, darauf habe ich nun echt keine Lust mehr. Um die Wehen zu verarbeiten, laufe ich im Kreisaal herum, stützte mich auf, gehe zur Toilette. Um 07:15 Uhr spritzt Delia mir Oxytocin, um die Lösung der Plazenta anzuregen. ich denke mir, naja toll, Wehenhormon, darauf habe ich erst recht keine Lust, da ich befürchte noch stärkere Wehen zu bekommen. Die Wehen werden zum Glück aber nicht noch unangenehmer. Die Ärztin bietet mir den Gebärhocker an, ich setzte mich darauf und sie zieht sanft an der Nabelschnur und um 07:19 uhr ist also auch endlich die Plazenta da.

Ich lege mich aufs Bett und kann endlich auch Juna wieder nehmen und lege sie auf meine Brust, das ist das beste Gefühl von allen! So ein frisches Neugeborenes auf der nackten Brust. Juna hatte, wie auch schon Amelie, super Werte und muss noch nicht gleich untersucht werden. So kuscheln wir nun erstmal zu dritt auf dem Bett. Um 8 Uhr trinkt Juna das erstemal Muttermilch. Klappt gut.

Kurz danach näht die Ärztin noch meinen kleinen Dammriss. Auch das ist soviel besser, als damals bei Amelies Geburt, denn es dauert nur 10min und nicht eine ganze Stunde. Ich stille nochmal.

Um 9 Uhr wird bei Juna die U1 gemacht, d.h. sie wird gemessen und gewogen, ich schaue vom Bett aus zu, Thomas hilft mit und steht neben der Ärztin.

Danach gehe ich ins kreissaaleigene Bad und dusche mich. Beim Anziehen hilft Thomas mir und zieht danach Juna an. Wir dürfen uns noch eine von Christinas Mama selbstgetrickte Mütze für Juna aussuchen, wir frühstücken und ruhen uns auf dem Bett aus.

Juna ist das 500. Baby in der Paracelsus Klinik in diesem Jahr und wir haben einer Veröffentlichung zugestimmt. So kommen um 9:45 Uhr der Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, eine Fotografin und die Schwesternstationsleitung mit einem Blumenstrauß (in rosa) in den Kreissaal gratulieren uns und machen ein Foto für die Zeitung.

Um kurz vor halb elf werden nochmals meine Werte gecheckt, Kreislauf und Temperatur sind super, wir können gehen. Zuvor haben wir noch den Papierkram erledigt und einige Kleinigkeiten von Delia bekommen.

Da ich mich sehr fit fühle, trage ich Juna selbst ins Auto, es ist super warm draußen. Mit Glück im Herzen und auf dem Arm verlassen wir um 10:30 Uhr die Klinik und fahren nach Hause.

Am Nachmittag gegen 15 Uhr lernt Amelie ihre kleine Schwester kennen. Nun sind wir zu viert!

Das Wochenbett verläuft sehr gut, ich fühle mich gut und erstaunlich fit. Einzig die ersten drei Tage nerven mich die schmerzhaften Nachwehen.

Die Geburt war so toll, dass ich zu Thomas bereits im Kreissaal sagte, also so könnte ich das locker nochmal ;-)

Unsere Mädchen

thomas am 30. August 2011 um 12:42 pm

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Amelie, Juna und Mama im grossen Bett am 27.07.11
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Juna in ihrem Babybett
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Juna in Mamas Tragetuch
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Beim Schlafen auf der Couch
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Wach
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Juna in ihrem Körbchen mit Schafffell
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die große und die kleine Schwester
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beim Baden
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Juna mit Mamas alten Strampler
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die Schwestern
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Juna schläft im Bollerwagen
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Juna in der Küche
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In der Babyhängematte
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Juna auf dem Stillkissen
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Schon gewachsen und zugenommen.
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Amelie und Thomas beim Kindergartensommerfest.
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Amelie mit Thomas´ Sonnenbrille
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Amelie als Bär beim Kindergartensommerfest

Quario oder Minimum

melanie am 3. July 2011 um 4:22 pm

So schon wieder sind nicht nur Wochen, sondern Monate vergangen, seit hier gepostet wurde. Deshalb jetzt aber mal:

Mittlerweile bin ich schon im neunten Schwangerschaftsmonat angekommen und ich kann nur sagen, es ist alles anders als in Amelies Schwangerschaft. Zunächst war mir die ersten vier Monate ziemlich schlecht. Ich litt allerdings nicht an der vielbesagten Morgenübelkeit, nein Zitat Friends: “I get my morning sickness in the evening”. Ja genau, abends lag ich immer ziemlich erschöpft auf der Couch und musste mir überlegen, was ich denn jetzt nun mal essen könnte, damit es nicht noch schlimmer wird. Mit zunehmender Schwangerschaftswoche nahm die Übelkeit dann zum Glück ab, aber es dauerte laaaange bis sie ganz verschwand.

Nachdem die Übelkeit überwunden war, stellten sich diesmal diverse, wechselnde Essensgelüste ein. Ich hoffe ich kriege sie noch in der richtigen Reihenfolge aufgezählt:- Milchreis mit Apfelmus (ersteren mag ich unschwanger eigentlich nicht wirklich)

- Fruchtsmoothies

- Camenbert (esse ich sonst überhaupt nicht)

- Wiener Würstchen (min 1/Tag)

- Schokomüsli (min. jeden Abend eine große Schale)

- Malzbier

Alle diese Vorlieben hielten sich ein paar Tage bis Wochen. Aktuell ist es nichts bestimmtes mehr, witzig fand ich das schon, besonders, da es sich ja um so ein “Schwangerschaftsstereotyp” handelt. in Amelies Schwangerschaft war es einfach so, die ersten drei Monate ging Süßes gar nicht, dann lieber Wurstbrot mit Essiggurke, die diesmal gar nicht wirklich mag bzw. zwischenzeitlich nicht mal riechen konnte. Die restliche Schwangerschaft war ich dann Süßem wieder sehr zugeneigt und habe jeden Tag ein stück Kuchen gegessen. Keine Süßigkeitenphase hatte ich diesmal auch, war genau zur Weihnachtszeit und ich fand es schon schade, dass mir beim Gedanken an Plätzchen fast schlecht geworden ist.

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Für die Übelkeit entschädigt hat mich, dass sich dieses Baby ganz früh bemerkbar gemacht hat und zwar schon so in der 15. Woche, liegt an der anderen Lage der Plazenta. Das war schön und diesmal auch besonders wichtig für mich, denn ich hatte in dieser Schwangerschaft bis zur Hälfte sehr viel Angst. Hauptsächlich führe ich dies auf die Fehlgeburt im letzten Sommer zurück.

Als dann endlich die 20. Woche da war, hat es mich überkommen und ich habe erstmal eine Erstausstattung (Strampler, Body, Socken, Mütze und Jäckchen) gekauft. Dann ging es mir eine Weile richtig gut, ich habe den (sehr schnell) wachsenden Bauch bewundert, mich über die kräftiger werdenden Tritte gefreut und nach Behandlung war ich auch meine fiesen Ischiasschmerzen los und mir ging es prima.

Außerdem habe ich wegen des Stress in der Arbeit ein teilweises Beschäftigungsverbot erhalten, so dass ich nur noch 10h/ Woche arbeiten musste, das hat mich auch entlastet. Genug zu tun hatte ich in der Arbeit und daneben mit Amelie und Weiterbildung sowieso.

Der Osterbesuch in München hat mich dann allerdings ziemlich ausgelaugt und seitdem war ich ziemlich erschöpft. Außerdem hatte ich den Eindruck nie Zeit für diese Schwangerschaft zu haben und aber noch so vieles erledigen zu müssen bzw. auch zu wollen. Langsam wurde der Alltag mit dem zunehmenden Bauchumfang auch beschwerlicher. Der Weg zur Arbeit, Amelie abholen mit ihr spielen und sie versorgen, Weiterbildung, etc.

Mittlerweile geht es mir wieder besser, wobei ich ganz aktuell erkältet bin und das nervt ziemlich. Hier ist nun schon einiges vorbereitet, wir haben den großen Umbau sein lassen, dafür vieles geräumt und sortiert. Das Babybettchen steht schon und gestern habe ich begonnen die Babysachen zu waschen, darauf habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut! By the way hat dieses Baby jetzt schon mindestens doppelt so viele Klamotten wie Amelie vor ihrer Geburt!
Der Mutterschutz hat begonnen, die Weiterbildung kann jetzt ruhen und Amelie fragt für manche Dinge schon von vorneherein Thomas, da sie weiß, dass ich das nicht mehr kann. Ist halt auch schon groß die Kleine.

Zum Titel: Als wir Amelie das erstemal gefragt haben, wie das Baby denn heißen soll, meinte sie: “Quario”, da war sie gerade in dieser Phantasiesprachephase. Zur Beruhigung, da wir ja voraussichtlich wieder ein Mädchen bekommen, scheidet der Name aus. Seit wir Peter, Ida und Minimum vom Speicher geholt haben, das ich übrigens 1984 vor der Geburt meiner Schwester bekommen habe, soll das Baby selbstverständlich Minimum heißen. Leider werden Amelie auch hier enttäuschen müssen, Thomas und ich haben uns schon auf einen Namen geeignigt, verraten wird er aber noch nicht.

Ich freue mich, dass ich die nun verbleibenden Wochen ruhiger verbringen kann und mich endlich, zumindest einen Teil des Tages, mal ganz diesem Baby und dieser Schwangerschaft widmen kann. Auch wenn einem das erfahrene Mütter von mehreren Kindern immer wieder berichten, es ist unglaublich wie wenig Zeit dafür bleibt und wie sehr man doch die erste Schwangerschaft “zelebriert” hat.

Für die letzten Wochen wünsche ich mir jetzt wieder Sommersonnenwetter mit viel Gelegenheit zum Schwimmen und Eisessen!

Vier

melanie am 10. March 2011 um 8:39 pm

Erwarteter Auszug Mitte August:

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DREI

melanie am 10. March 2011 um 8:39 pm

Liebe Amelie,

vor fast vier Wochen bist du 3 Jahre alt geworden. Leider mussten wir auch diesmal, wie an deinen anderen beiden Geburtstagen, deine Feier verschieben. Thomas und ich lagen mit Grippe flach, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es beim nächstenmal klappt.

Mit einer Woche Verspätung stieg dann die Kinderparty. Insgesamt wart ihr fünf Kinder aber die Wohnung sah danach aus, als wäre deine gesamte Kitagruppe hier durch gerockt. ;-)

Mit drei Jahren bist du nun schon ein richtiges großes Kind. Du quasselt den lieben langen Tag und redest es uns so manches mal an die Wand. Auch toll ist deine Freude am Singen und wenn du den Text nicht mehr so genau weißt, dann wird eben improvisiert. Eine neue Leidenschaft von Dir ist auch Hörspiele anzuhören, besonders gut gefallen dir die Hörspiele aus der Reihe WiesoWeshalbWarumJunior, bei jeder neuen CD, die wir aus der Bücherhalle ausleihen, freust du dich darüber, dass sie das gleiche Anfangslied hat, wie schon dir bekannte. :-)

Erstaunlich finden Thomas und ich deine enorme Beobachtungs- und Auffassungsgabe. So gibst du oft nach Wochen Gespräche oder Beobachtungen detailgenau wieder. Letztens haben wir aus der Bücherhalle (ja da gehen wir öfter mal hin) eine DVD mit einem Kindersachfilm über Tiere im Zoo ausgeliehen. Seitdem verarztet du deine Kuscheltiere, die sich wie der kleine Affe im Film, ein Bein gebrochen haben, machst ein Röntgenbild und erklärst, dass der Knochen immer noch gebrochen ist. Wirst Eisbärpflegerin, verkündest stolz, dass du den Adlerrochen kennst oder putzt den Nilpferden die Zähne. Unglaublich ist dabei auch deine Phantasie, so kann im Spiel z.B. ein einfaches Haargummi zum Leopardenbaby werden.Auch Taxi fahren in die Jarrestraße könnest du nach einer Woche Beobachtung von Thomas schon alleine (als wir beide krank waren, hat Thomas Amelie mit dem Taxi zur Kita gebracht). Eines Abends wolltest du Taxi spielen, Thomas sollte der Fahrer sein, du bist “eingestiegen”, hast gesagt: “einmal in die Jarrestraße, bitte” und dann “können sie auf mich warten?”. Einfach toll!

Liebe große Amelie wir haben dich ganz doll lieb und freuen uns mit Dir an Deinen weiteren Entwicklungen!

Mama und Papa

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Neulich, im Home Office

thomas am 20. October 2010 um 3:05 pm

Am Schreibtisch sitzend arbeite ich mit Excel Tabellen, Word Dokumenten und Emails. Es knarrt die Schlafzimmertür und Amelie kommt mit ihrem Ziehschaf, das einen Hund namens Isabella darstellt, herein.

`Papa?’

`Ja`

`Ist Barbapapa schon fertig geladen?’

Vorgeschichte:

Amelie hat einen Barbapapa Schlafanzug, und als sie neulich krank zu Hause war, habe ich mit ihr die Serie ein wenig bei YouTube angeschaut. Dabei hatten wir immer wieder mal Ladefehler.

Falls Barbapapa geladen werden kann sieht das übrigens so aus:

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PS. Amelie kann beim iPod Touch die Tastensperre entriegeln, ihr Malprogramm öffnen, die Pinseldicke und Farbe einstellen und nach fertigem Malen durch Schütteln wieder alles löschen.

How convenient

melanie am 27. September 2010 um 12:03 pm

Ein Glück muss ich mir über zu volle Gläser oder zu große Gurken keine Gedanken mehr machen, denn beim Abendbrot läuft das so:

Amelie: “Mama ich trink mal einen Abschluck von deinem Glas”

Melanie:”Kann ich bitte eine Gurke haben?”

Amelie: “ja, hier, Moment. Mama ich hab das für dich abgebeisst.”

Danke Amelie!

Kindermund

melanie am 18. September 2010 um 7:34 pm

Die letzten Amelie - Kalauer, wollten wir euch nicht vorenthalten.

Amelie: Mama, hör mir zu!

Melanie: Ja, was willst du mir denn erzählen?

A: Den ganzen Tag im Urlaub erzählen.

M: Was hast du denn den ganzen Tag im Urlaub gemacht?

A: Nix, ich war nur im Urlaub.

Wo sie recht hat, hat sie recht, genauso war´s! Übrigens hat Amelie auch heute wieder angemerkt, sie will in unsere Ferienwohnung fahren, ich komm mit!

Amelie räumt im Budni das Regal mit den Seidenstrunpfhosen aus und reiht die Strumpfhosenpackungen ordentlich auf dem Boden nebeneinander. Ich eile derweil durch sechs Regale und erledige so den Großteil unseres Einkaufs. Als ich zurück komme, sind alle Strunpfhosen wieder einsortiert und zwar soweit für mich zu sehen an der richtigen Stelle (farblich).

Amelie: Mama, ich habe den ganzen Kram wieder eingeräumt.

Mama schweigt und staunt, ob der Ordnung und der Wortwahl.
Heute gibt es für alle ein Stück Marmorkuchen. Amelie genießt als einzige noch ihren Kuchen, Thomas und ich sind schon fertig.
Amelie: Mama, möchtest du was von meinem Kuchen haben?

Melanie (erstaunt): Darf ich denn was haben?

A: Einen kleinen Krümmel. (fängt an auf ihrem Teller tatsächlich einen Krümmel zu suchen, guckt dann auf meinen leergegessenen Teller und sagt:) Du hast ja bei dir noch Krümmel, die kannst du ja essen.

Später als Amelie selbst nur noch Krümmel auf dem Teller hat:

A: Wenn ich die alle Krümmel aufgegessen habe, dann bin ich satt (ich denke: ah ja und auf keinen Fall vorher und beim Mittagessen bist du schon nach 2 Erbsen satt.)